Küchenquelle setzt bei der Planung der Traumküche auf Hightech

Küchenquelle setzt bei der Planung der Traumküche auf Hightech

Bislang basierte die Entscheidung für eine neue Küche auf Plänen und Skizzen. Die Frage, ob die Ausstattung tatsächlich zum Raum passt, ließ sich nur mit ausreichend Vorstellungskraft beantworten. Das Traditionsunternehmen Küchenquelle geht nun neue Wege bei der Planung – mithilfe einer holografischen Visualisierung.

Die Herausforderung: Raumgestaltung und Umbauprojekte vorstellbar machen

Die Mixed-Reality-Lösung stammt von einem Start-up namens Island Labs in Berlin, heißt .rooms und stellt jegliche Innenausstattung maßstabsgetreu als 3D-Hologramm dar. Für ein holografisches Nutzererlebnis kombiniert sie Microsoft Azure mit der Mixed-Reality-Brille HoloLens 2. Damit lässt sich der Kunde direkt in die Gestaltung seiner Küche einbeziehen und sieht das Ergebnis, noch bevor ihm Kosten entstehen. Mit der Online-Lösung können Berater sogar remote – z.B. vom Home Office – mit ihren Kunden in Echtzeit kollaborativ interagieren. „Wir suchten ein hochmodernes Tool zur effizienteren Gestaltung unserer Planungs- und Verkaufsprozesse“, sagt Andreas Rode, Geschäftsführer von Küchenquelle. „Außerdem wollten wir die Planung und den Kauf einer Einbauküche für unsere Kunden zu einem spannenden Erlebnis machen, das Spaß macht. Auf den Kunden wirkt der Raum am Ende wie von ihm selbst geplant, da er und der Verkaufsberater jeden Schritt des Planungsprozesses gemeinsam durchgegangen sind,“ so Rode.

„Raumgestaltungsprojekte sind immer schwierig und stressig für den Endkunden”, sagt Alexander Möller, Geschäftsführer von Island Labs. „Die Kunden geben viel Geld aus, haben jedoch nur ein paar Skizzen und Produktfotos vor sich, um sich das Ganze vorzustellen. Und dann heißt es lange warten, bis sie das Endergebnis vor Augen haben. Nach einer Analyse des Raumgestaltungsmarkts haben wir uns dafür entschieden, eine Lösung mit immersivem Charakter zu entwickeln. Sie sollte es den Raumgestaltern ermöglichen, sich aktiv mit ihren Kunden auszutauschen. Wir wollten, dass Kunden tatsächlich sehen können, was sie kaufen, bevor sie Geld dafür ausgeben.“

„Wir suchten ein hochmodernes Tool zur effizienteren und effektiveren Gestaltung unserer Planungs- und Verkaufsprozesse“, sagt Andreas Rode, Geschäftsführer von küchenquelle. „Außerdem wollten wir die Planung und den Kauf einer neuen Einbauküche für unsere Kunden zu einem spannenden Erlebnis machen, das sogar richtig Spaß macht. Mit der Plattform .rooms konnten wir diese beiden Ziele erreichen.“

Die Lösung: Kundenzentrierter Ansatz durch Mixed Reality

„Am Anfang stellten wir uns die Frage, wie wir den Prozess verbessern und einen stärker kundenzentrierten Ansatz realisieren könnten“, erläutert Möller. „So kamen wir auf Virtual Reality, Augmented Reality und schließlich auf Mixed Reality zu sprechen. Uns war klar, dass es um eine Verbesserung sowohl der Kunden- und Berater-Experience als auch des Verkaufs- und Planungsprozesses ging“, betont Möller. Am Ende dieser Überlegungen stand die Entwicklung von .rooms.

Für einen nahtlosen, kundenzentrierten Verkaufsprozess hat Island Labs zwei Plattformen entwickelt: .rooms und .spark. Bei letzterer handelt es sich um eine CRM- und ERP-basierte Plattform, die auf Microsoft Dynamics Business Central und Dynamics CRM in Microsoft Azure aufbaut und in Microsoft 365 und Office 365 integriert ist. „Durch die Verbindung der beiden Plattformen können wir Projektdaten aus dem CRM-Backend projizieren und in der HoloLens 2 als 3D-Hologramme darstellen“. Dadurch, dass HoloLens 2 ein fester Bestandteil des Microsoft-Universums ist, lassen sich deren Dienste nahtlos in die laufende Anwendung integrieren. Die Einbindung von Azure stellt die Skalierbarkeit der Lösung sicher,“ erklärt Fabian Quosdorf, Leiter Immersive Development bei Island Labs. „Mit .rooms kann jeglicher Gegenstand in einem Raum ganz einfach holografisch dargestellt werden”, betont Möller. „Unsere Lösung ist sehr gut für alle Unternehmen in den Bereichen Innenraumgestaltung, Architektur, Immobilienwirtschaft und Retail geeignet, die Räume jedweder Art – Wohnräume, Büros oder Fabriken – zusammen mit ihren Endkunden planen, gestalten oder umbauen. Wir denken, dass die Einsatzmöglichkeiten sehr breit gefächert sind.”

Multitasking einfach gemacht

Während der Berater und der Kunde durch die Küche spazieren, über das neue Küchendesign sprechen und verschiedene Optionen visualisieren, kann der Verkaufsberater über die Azure-Umgebung Informationen ans Backend senden, den günstigsten Preis berechnen lassen und diese Informationen auf seine Mixed-Reality-Brille schicken. Selbstverständlich kann nur er die Informationen sehen. „Der Berater kann das Verkaufsgespräch elegant weiterführen, ohne den Planungs- und Verkaufsprozess unterbrechen zu müssen,” erklärt Rode. Nachdem sich Berater und Kunde auf eine Ausführung und einen Preis geeinigt haben, kann der Verkäufer mit der HoloLens 2 die nächsten Schritte, wie zum Beispiel den Versand der Bestellung an die entsprechenden Lieferanten auslösen. „Auf den Kunden wirkt der Innenraum wie von ihm selbst geplant, da er und der Verkaufsberater jeden Schritt des Planungsprozesses gemeinsam durchgegangen sind,“ sagt Rode.

Das Ergebnis: Verbesserte Kennzahlen und neues Marktpotenzial

Durch die Anwendung von .rooms verzeichnet küchenquelle erste Steigerungen in der Kunden-Conversion-Rate, also dem Prozentsatz der potenziellen Interessenten, die tatsächlich einen Kauf abschließen: „Unsere durchschnittliche Conversion Rate beträgt in etwa 40 Prozent. Die neue Lösung bietet ein Steigerungspotenzial von 15 bis 20 Prozent, was die Gesamt-Conversion-Rate im Durchschnitt auf 55 bis 60 Prozent anheben würde,” so Rode. Sowohl bei küchenquelle als auch bei Island Labs ist man überzeugt davon, dass .rooms die Erschließung neuer Märkte und komplett neue Chancen ermöglichen wird. „Der deutsche Markt für Einbauküchen hat ein Volumen von ungefähr 10 Milliarden US-Dollar (rund 9 Milliarden Euro)”, sagt Andreas Rode. „Wir haben aktuell einen Anteil von 1 Prozent an diesem Markt. Wir denken, dass wir unseren Marktanteil in Deutschland mithilfe der neuen Lösung von Island Labs deutlich vergrößern können.”